Zahl der Aufträge heuer rückläufig - Tenor bei Innungsversammlung

03.08.09
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Während 2007 die Auftragslage noch relativ gut war, zeichne sich für das laufende Jahr ein Rückgang ab. Dies betonte Martin Kaffl, Obermeister der 120 Mitglieder zählenden Rosenheimer Elektroinnung bei der gut besuchten Innungsversammlung, die im Badehaus Bernau stattfand. Die Aktivitäten der Vorstandschaft richteten sich diesmal besonders auf die immer aufwändigere Vorbereitung und Durchführung der einzelnen Prüfungen, Zwischenprüfungen und Gesellenprüfung. Um die Betriebe auf neuestem Stand zu halten, seien spezielle Schulungen nach VDE geplant, sagte Kaffl. Der Obermeister wiederholte die Forderung, die geplante Umrüstung der Haushaltszähler nicht zu verschlafen. Der Verband solle hier endlich aktiv werden. Ein weiteres Betätigungsfeld sieht Kaffl angesichts der steigenden Energiepreise im Bereich der Wärmepumpen. Hier sollte die Kundschaft auf diverse Fördermittel des Staates hingewiesen werden. Nicht unbeachtet lasssen solllten die Betriebe ein zunehmendes Verbraucherinteresse an Komplettleistungen. Warum sollte sich der Elektriker davor verschließen, einfache berufsfremde Leistungen mit anzubieten sagte Kaffl. Der Fachgruppenleiter für den Maschinenbau, Markus Drexler, sah einen spürbaren Nachwuchsmangel in der Sparte. Es müsse darauf geachtet werden, dass nicht auch noch in München die Berufsschulklasse für die Maschinenbauer mangels Auszubildenden nach Pfarrrkirchen verlegt werde. Für den Radio- und Fernsehbereich monierte Fachgruppenleiter Sebastian Aicher die immer größer werdenden Intervalle zwischen Schulbesuch und Betrieb und stellte die Frage, ob es nicht doch besser sei, ein Berufsgrundschuljahr einzurichten. So könnte der Einsatz der Azubis im Betrieb besser geplant werden. Da die Telekom der Nachfrage nach DSL-Anschlüssen auf dem flachen Land nicht nachkomme oder technisch dazu nicht in der Lage sei, so Aicher, sei es künftig möglich, dies mit einer neuen Technik per Satellit zu bewerkstelligen. Dies mache aber eine gesonderte Ausbildung für den Installateur notwendig. Bei der Installation von Antennenkabeln sollte künftig zudem statt der veralteten "Einkabellösung" die Verkabelung sternförmig erfolgen. Überhaupt hält er die Philosophie der Telekom, statt mit Glasfaserkabel auf das veraltete Kupferkabel zu setzen, für falsch. Von der Gesellenprüfung berichtete Lehrlingswart Lorenz Zunhammer. Er sprach von einem guten Jahrgang, wenngleich es wegen der immer schwieriger werdenden Materie immer komplizierter werde, hier einen Einser zu erreichen. Zum Schluss der Versammlung ehrte Obermeister Kaffl Richard Krogler, der viele Jahre nicht nur im Innungsvorstand mitgearbeitet hat, sondern sich besonders im Gesellenprüfungsausschuss engagiert hat.